Essai 143: Über Feminismus

Was ist eigentlich Feminismus? Macht es mich bereits zur Feministin, wenn ich für Gleichberechtigung eintrete, mich über Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern ereifere und auf Missstände hinweise? Offenbar ja, glaubt man zumindest einem Herrn, der mich in einem Facebook-Forum entschlossen als „misandristische Emanze“ bezeichnet hatte. Zuvor hatte ich einen meiner Flirtratgeber in dem Forum geteilt. Als ich daraufhin meinte, ich würde doch nur nervige Singlemänner und nicht alle Singlemänner und erst recht nicht alle Männer mit meiner Kritik meinen, knallte er mir noch einen meiner Texte vor die Füße. Bin ich denn automatisch eine männerfeindliche Arschlochfrau, wenn ich gewisse Verhaltensweisen, die mir bei Männern häufiger aufgefallen sind als bei Frauen, kritisiere?

Meine (logischen und stichhaltigen) Gegenargumente ließ der Herr dann mit einem Nazivergleich abprallen. Analog zu dem Klassiker der Sprüche, die Nazis gern sagen („Ich bin kein Nazi, aber …“), unterstellte er mir dann, ich würde ja im Prinzip auch sagen „Ich habe nichts gegen Männer, aber …“. Ja, das war natürlich ganz raffiniert von dem Kerl, schließlich konnte ich danach sagen, was ich wollte, um meinen Standpunkt ins richtige Licht zu rücken, jedes Argument stand danach als Ausrede da. Ärgerlich.

Jedenfalls, Tatsache ist, der Typ lag falsch. Man kann für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sein, kann dafür sein, dass sich alle sämtliche Pflichten und Rechte teilen, ohne gleich in Hass und irrationale Aggressionen auszubrechen. Als Feministin will man vor allem die Rechte der Frauen stärken und ist bereit, auch alle Pflichten zu übernehmen, die damit verbunden sind. Aber deswegen will man doch den Herren der Schöpfung nichts wegnehmen! Wenn man zum Beispiel eine Frauenquote verlangt, dann geht es doch nicht darum, Männerrechte zu beschneiden, sondern darum, Frauenrechte zu stärken. Auf dem Papier sind wir alle gleichberechtigt, aber in der Realität noch lange nicht. Das ist doch ganz ähnlich wie mit der Ehe für alle: Wenn Homosexuelle heiraten dürfen, ändert sich für Heterosexuelle überhaupt gar nichts. Sie dürfen sogar weiterhin ihre rückständigen, unlogischen und unvernünftigen Ansichten behalten, nicht einmal das müssen sie ändern. Aber für Homosexuelle ändert sich, dass sie genauso behandelt werden wie alle anderen.

Und so ist das auch, wenn Frauen wirklich (!) voll und ganz gleichberechtigt sind. Männern wird nichts weggenommen (außer vielleicht, dass es für einen Posten in den oberen Chefetagen keinen Pluspunkt mehr darstellt, zufällig mit Penis ausgestattet zu sein), aber den Frauen wird etwas mehr Gerechtigkeit zuteil.

Dabei geht es darum, wie die Aufgaben innerhalb der Familie verteilt werden, wie viel Gehalt man für eine bestimmte Tätigkeit bekommt, welchen Schwierigkeiten man beim Erklimmen der Karriereleiter begegnet oder auch nicht, wessen Meinung eher gehört und respektiert wird. Gut, dass Frauen die Kinder bekommen, ist eine biologische Tatsache, die sich nicht ändern lässt. Aber muss man es ihnen darüber hinaus so schwer machen? Warum zahlt man Erzieherinnen und Erziehern, Kita-Mitarbeitern, Tagesmüttern, etc. nicht ein besseres, ein wirklich angemessenes Gehalt? Kein Wunder, dass sie streiken! Vollkommen zu Recht! Erstens sind wir auf solche Menschen angewiesen, die sich anständig um den Nachwuchs kümmern, damit wir möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen können. Zweitens würden sich auch automatisch mehr Männer für den Beruf interessieren, wenn er hoch genug bezahlt würde.

Außerdem brauchen wir generell eine höhere Wertschätzung für die Arbeit im Haushalt. Da sind es nach wie vor überwiegend die Frauen, die den meisten Nervkram zuhause erledigen, ohne ständig herumzujammern und ohne dafür auch nur ein „Danke“ oder einen feuchten Händedruck zu bekommen. Was wäre zum Beispiel, wenn die Arbeit im Haushalt ebenfalls angemessen bezahlt würde? Ich meine jetzt kein absolut lächerliches Betreuungsgeld, sondern ein echtes Gehalt? Dann würden sicher auch mehr Männer häufiger den Wischmopp schwingen. Anerkennung und Respekt sind in unserer Gesellschaft leider vor allem mit Geld verknüpft, nicht mit der Erledigung notwendiger Tätigkeiten.

Das sind alles Fragen und Vorschläge, mit denen sich Feminismus tatsächlich beschäftigen sollte. Stattdessen wird Feminismus immer wieder lächerlich gemacht, indem auf alberne Nebenschauplätze verwiesen wird. Zum Beispiel vor ein paar Monaten, als ein paar BewohnerInnen des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg einen Zehn-Punkte-Plan gegen frauendiskriminierende Werbung verfassten. Jan Fleischhauer hatte in seiner Spiegel-Kolumne darüber berichtet. Grundlos glückliche Frauen sollten aus der Werbung verbannt werden, ebenso sinnlos lächelnde oder übertrieben hübsche Frauen. Selbstverständlich ist Werbung auch frauendiskriminierend, weil Werbung mit Klischees arbeitet. Aber in der Werbung werden immerhin alle gleichermaßen diskriminiert und als Stereotypen dargestellt, egal ob Männer, Frauen, Kinder oder Tiere. Zu sagen, nur Frauen sollten einigermaßen realistisch dargestellt werden (wobei ich persönlich ja häufiger mal auch grundlos fröhlich bin, auf diese Weise lässt sich der Mist der Welt einfacher ertragen), ist wiederum diskriminierend für Männer, Kinder und Tiere.

Entweder, man verzichtet generell bei Werbung auf Klischees, wobei ich nicht weiß, wie das gehen soll, schließlich will man ja in kurzer Zeit sein Zeug möglichst effektiv verkaufen, was nun mal eben mit Klischees am besten geht. Oder man akzeptiert, dass Klischees zur Werbung dazugehören und nimmt das nicht so ernst. Es weiß doch jeder, dass Zahnarztfrauen nicht zwingend weißere Zähne haben als andere Leute. Es weiß auch jeder, dass Schokoriegel auch mit Extraportion Milch eine Süßigkeit bleiben und kein gesundes Lebensmittel, das täglich auf den Speiseplan gehört, sonst wird man krank.

Was mich ebenfalls nervt, ist, wenn man Feminismus rein auf optische Aspekte beschränkt. Da regen sich dann Leute auf, weil die Frauen in der Werbung als „zu schön“ dargestellt werden. Dabei wären doch alle Frauen wunderschön, ganz gleich, welche Körperform und wie viel Übergewicht sie haben. Es geht doch bei Feminismus nicht um Schönheit! Es geht um Rechte, um Respekt, um Anerkennung! Es sollte egal sein, wie jemand aussieht. Bei Männern ist das auch egal, auch wenn sie in der Werbung meistens fit und attraktiv aussehen, um Karriere zu machen, können sie auch adipös sein, das macht nichts. Bei Frauen macht es was. Und das ist nicht gerecht.

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9 Antworten to “Essai 143: Über Feminismus”

  1. lolli148 Says:

    Sorry, Isabel, aber ich habe gerade den Post gelesenen:

    > Bin ich denn automatisch eine männerfeindliche Arschlochfrau, wenn ich gewisse Verhaltensweisen, die mir bei Männern häufiger aufgefallen sind als bei Frauen, kritisiere?

    Nein natürlich nicht. Sowas behaupten nur Feministen umgekehrt.

    > Meine (logischen und stichhaltigen) Gegenargumente ließ der Herr dann mit einem Nazivergleich abprallen.

    Naja, wenn das reicht, waren sie wohl nicht so logisch und stichhaltig…

    > Analog zu dem Klassiker der Sprüche, die Nazis gern sagen (“Ich bin kein Nazi, aber …”), unterstellte er mir dann, ich würde ja im Prinzip auch sagen “Ich habe nichts gegen Männer, aber …”.

    Ja, hast Du das denn gesagt?

    > Ja, das war natürlich ganz raffiniert von dem Kerl, schließlich konnte ich danach sagen, was ich wollte, um meinen Standpunkt ins richtige Licht zu rücken, jedes Argument stand danach als Ausrede da. Ärgerlich.

    Ja, das wäre so, wenn Du das nicht entkräften konntest.

    ich teile das mal auf.

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  2. lolli148 Says:

    II:

    > Jedenfalls, Tatsache ist, der Typ lag falsch.

    An. Argumente hierfür: Keine. Hey, ich will wen auch immer der was auch immer gesagt hat nicht in Schutz nehmen, aber das ist keine Argumentation.

    > Man kann für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sein, kann dafür sein, dass sich alle sämtliche Pflichten und Rechte teilen, ohne gleich in Hass und irrationale Aggressionen auszubrechen.

    Ja. Ich weiß zwar nicht, was „Gleichberechtigung“ und „sich sämtliche Pflichten und Rechte teilen“ miteinander zu tun haben sollen, aber ich bin gespannt.

    > Als Feministin will man vor allem die Rechte der Frauen stärken

    Soweit klar

    > und ist bereit, auch alle Pflichten zu übernehmen, die damit verbunden sind

    Das ist neu.

    > Aber deswegen will man doch den Herren der Schöpfung nichts wegnehmen!

    Das ist auch neu, und zudem polemisch.

    > Wenn man zum Beispiel eine Frauenquote verlangt, dann geht es doch nicht darum, Männerrechte zu beschneiden, sondern darum, Frauenrechte zu stärken.

    Ah. Ok. Wir ersetzten also die ungerechte, frauenbenachteiligende Männerquote durch eine ungerechte, frauenbevorzugende Frauenquote. Oh, Moment.

    > Auf dem Papier sind wir alle gleichberechtigt, aber in der Realität noch lange nicht.

    Aha.

    > Das ist doch ganz ähnlich wie mit der Ehe für alle

    Nein, ist es nicht. Ich bezweifle zwar langsam, dass Du meine Posts freischalten wirst, aber ich überspringe den Teil.

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  3. lolli148 Says:

    > Und so ist das auch, wenn Frauen wirklich (!) voll und ganz gleichberechtigt sind. Männern wird nichts weggenommen (außer vielleicht, dass es für einen Posten in den oberen Chefetagen keinen Pluspunkt mehr darstellt, zufällig mit Penis ausgestattet zu sein), aber den Frauen wird etwas mehr Gerechtigkeit zuteil.

    Ich nehme an, dass sich das auf „Frauenquoten“ bezieht. Inwiefern ist es „gerecht“, dass Frauen durch „Quote“, während Männer auf dem klassischen Weg durch „Leistung“ oder „Arschkriechen“ dahinkommen?

    > Dabei geht es darum, wie die Aufgaben innerhalb der Familie verteilt werden

    Äh, nein, eingentlich nicht. Ich mache noch einen neuen Post.

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  4. lolli148 Says:

    > Warum zahlt man Erzieherinnen und Erziehern, Kita-Mitarbeitern, Tagesmüttern, etc. nicht ein besseres, ein wirklich angemessenes Gehalt?

    Keine Ahnung. Mein Tipp: Das Gehalt in einer funktionierenden Marktwirtschaft ist immer angemessen. In Anbetracht dass meine Oma das super ohne besondere Ausbildung und ohne Bezahlung konnte, ist das angemessene Gehalt 0. Ich nehme aber an, Du wolltest was anderes sagen.

    > Erstens sind wir auf solche Menschen angewiesen, die sich anständig um den Nachwuchs kümmern, damit wir möglichst schnell wieder ins Berufsleben einsteigen können.

    Ja, wenn man die Oma nicht da hat, ist das doof. Nun frage ich mich, wieso man den Leuten noch mehr bezahlen will. Ich zahlen nun meinen Automechanikern immer gerne eher wenig. Aber ich bekomme da sicher eine toller Erklärung.

    > Zweitens würden sich auch automatisch mehr Männer für den Beruf interessieren, wenn er hoch genug bezahlt würde.

    Das ist eine reine, theoretische Behauptung. Historisch ist es so, dass desto mehr Frauen einen Beruf machen, desto weniger Männer machen ihn, und desto weniger Geld gibt es. Das liegt nicht unbedingt am Geschlecht, sondern an Angebot und Nachfrage.

    Oh Gott, ist das lang hier.

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  5. lolli148 Says:

    > Außerdem brauchen wir generell eine höhere Wertschätzung für die Arbeit im Haushalt.

    Weil?

    > Da sind es nach wie vor überwiegend die Frauen, die den meisten Nervkram zuhause erledigen, ohne ständig herumzujammern und ohne dafür auch nur ein “Danke” oder einen feuchten Händedruck zu bekommen.

    Zynisch könnte ich jetzt sagen, dass die dafür mal ordentlich durchgevögelt werden, aber ich kenne keine Frau, die irgendwas tut, die nicht ständig herumjammert, sich nicht beschwert, zu wenige Dankes zu bekommen oder einen feuchten Händedruck haben wollte.

    > Was wäre zum Beispiel, wenn die Arbeit im Haushalt ebenfalls angemessen bezahlt würde?

    Ich habe als Single für meine Haushaltsführung genau 0 Euro aufgewendet. Das beinhaltete 0 Euro für meine Oma, die meine Hemden bügelte. Geputzt habe ich einmal im Quartal, hat mich 0 Euro gekostet.

    > Ich meine jetzt kein absolut lächerliches Betreuungsgeld

    ist das das 2/3 des letzten Gehalts oder der Bullshit-Betrag?

    > sondern ein echtes Gehalt?

    Ja, moment, was denn nun? Wer soll das denn zahlen? We erwähnt, ich nehme Oma für 0 Euro. Ich zahle aber jedem anderen gerne das Gleiche.

    > Dann würden sicher auch mehr Männer häufiger den Wischmopp schwingen.

    Es ist nicht effizient, einen Wischmopp zu schwingen. Ich bezweifle, dass das sehr viele Männer machen werden.

    > Anerkennung und Respekt sind in unserer Gesellschaft leider vor allem mit Geld verknüpft, nicht mit der Erledigung notwendiger Tätigkeiten.

    Äh… moment. Das widerspricht dem Anfang.

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  6. lolli148 Says:

    > Das sind alles Fragen und Vorschläge, mit denen sich Feminismus tatsächlich beschäftigen sollte.

    Ja, tut er auch. Wie Du, Ohne irgendwelche brauchbaren Inhalte.

    > Stattdessen wird Feminismus immer wieder lächerlich gemacht

    Jupp.

    > indem auf alberne Nebenschauplätze verwiesen wird.

    Wie die Wertigkeit von Arbeit, die ich auch für gratis haben könnte?

    > Zum Beispiel vor ein paar Monaten, als ein paar BewohnerInnen des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg einen Zehn-Punkte-Plan gegen frauendiskriminierende Werbung verfassten.

    Ja, ok, das war sicher noch nutzloser.

    > Selbstverständlich ist Werbung auch frauendiskriminierend, weil Werbung mit Klischees arbeitet.

    Nein, Klischees sind nicht diskriminierend.

    > Aber in der Werbung werden immerhin alle gleichermaßen diskriminiert und als Stereotypen dargestellt, egal ob Männer, Frauen, Kinder oder Tiere.

    Nein, werden sie nicht. Tiere immer positiv, Frauen auch. Männer nicht. Schaust Du keine Werbung?

    > Zu sagen, nur Frauen sollten einigermaßen realistisch dargestellt werden (wobei ich persönlich ja häufiger mal auch grundlos fröhlich bin, auf diese Weise lässt sich der Mist der Welt einfacher ertragen), ist wiederum diskriminierend für Männer, Kinder und Tiere.

    JAAAAAAAA!

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  7. lolli148 Says:

    > Entweder, man verzichtet generell bei Werbung auf Klischees, wobei ich nicht weiß, wie das gehen soll, schließlich will man ja in kurzer Zeit sein Zeug möglichst effektiv verkaufen, was nun mal eben mit Klischees am besten geht. Oder man akzeptiert, dass Klischees zur Werbung dazugehören und nimmt das nicht so ernst.

    JAAAAAA!

    > Es weiß doch jeder, dass Zahnarztfrauen nicht zwingend weißere Zähne haben als andere Leute.

    Das bezweifle ich mal, es gibt eine unglaubliche Menge Idioten.

    > Es weiß auch jeder

    Ok, jetzt nehme ich die Gegenposition ein, ohne auch nur weiterzulesen. Absolute Aussagen sind nie eine gute Idee. Schau, Xi Yu, die Nutte aus dem Massagesalon in Wuhan, weiß das nicht.

    > dass Schokoriegel auch mit Extraportion Milch eine Süßigkeit bleiben und kein gesundes Lebensmittel, das täglich auf den Speiseplan gehört, sonst wird man krank.

    Jupp, und das wissen noch deutlich mehr Leute nicht. Ich finde trotzdem, dass jeder werben sollte, wie er will.

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  8. lolli148 Says:

    Ah, hier kommt noch ein interessanter Teil:

    > Was mich ebenfalls nervt, ist, wenn man Feminismus rein auf optische Aspekte beschränkt.

    .. sehr gespannt…

    > Da regen sich dann Leute auf, weil die Frauen in der Werbung als “zu schön” dargestellt werden.

    Ich nicht. Ich bin aber auch überzeugter nicht-Feminist.

    > Dabei wären doch alle Frauen wunderschön, ganz gleich, welche Körperform und wie viel Übergewicht sie haben.

    Sehe ich auch nicht so. Ich bin aber auch überzeugter nicht-Feminist.

    > Es geht doch bei Feminismus nicht um Schönheit!

    Ja, den Eindruck habe ich auch.

    > Es geht um Rechte, um Respekt, um Anerkennung!

    Das sind drei völlig unterschiedliche und unterschiedlich zu gewichtende Aspekte. Oben ging es noch um Rechte.

    > Es sollte egal sein, wie jemand aussieht.

    Ah. Jetzt geht es doch um Aussehen.

    > Bei Männern ist das auch egal, auch wenn sie in der Werbung meistens fit und attraktiv aussehen,

    Ja…

    > … um Karriere zu machen, können sie auch adipös sein, das macht nichts.

    Der zentrale Einflussfaktor für Karriere ist Übergewicht? Nicht Qualifikation? Das heißt, ich arbeite jetzt nicht bei Reemtsma und betreibe kein BTL-Marketing für Davidoff-Zigaretten, weil ich zu dünn war im Vergleich zu der fetten Marketing-Tusse und nicht, weil ich ein totales Arschloch bin (und keine Ahnung von BTL-Marketing hatte)?

    > Bei Frauen macht es was.

    Äh, ok, offenbar nicht.

    > Und das ist nicht gerecht.

    Doch, weil: Marktwirtschaft. Wenn die fette Marktingtusse den dicken Lolli nicht mag, bekommt er halt keinen Job. Ich weiß nicht, in welcher Welt das „ungerecht“ ist – das ist eine freie unternehmerische Entscheidung.

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    • Isabelle Dupuis Says:

      Oha, da hast du dir aber Mühe gegeben, meinen ganzen Essai zu zerrupfen 😀 Ich lass das als Gegenposition mal so stehen, OK? Ich denke, wir können uns in den Punkten, in denen wir uns uneinig sind, darauf einigen, dass wir uns da uneinig sind. Das ist dann wohl eine Frage der Perspektive und der persönlichen Wahrnehmung und Erfahrungen 🙂 Jedenfalls, ich habe meinen Blog seit über sieben Jahren und bisher ist das das ausführlichste Feedback, das ich je bekommen habe. Ich hab’s mit großem Vergnügen gelesen und finde es spannend, so von meiner Sichtweise abweichende Argumente zu erfahren.

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