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Essai 109: Über wählen und nicht wählen

15. September 2013

Nächsten Sonntag ist Wahl! Und daher möchte ich diese Gelegenheit einfach mal dazu nutzen, um meiner werten Leserschaft heiter und parteiisch zuzurufen: Lasst uns nächsten Sonntag alle Schwarz-Gelb abwählen!

Damit das klappt, müssen natürlich alle zur Wahl. Wer also nächsten Sonntag nicht zur Wahl geht oder vorher per Briefwahl seine Stimme abgegeben hat, der kann sich meiner lebenslangen Verachtung gewiss sein. Und ich bin sehr nachtragend, wenn ich will.

Wer nicht weiß, wen er nächsten Sonntag, am 22. September wählen soll, weil das doch ohnehin alles Mist ist, dem möchte ich gern sagen: Stimmt. Aber es gibt schlimmeren und weniger schlimmeren Mist.

Den Wahl-O-Mat könnt ihr übrigens getrost vergessen, die Entscheidung für den geringsten Mist geht auch schneller:

1.) Alles, was rechts von der CDU ist, ist der größte Mist. Je weiter rechts, desto größer der Mist. Es scheiden also aus: CSU, FDP, Alternative für Deutschland und NPD.

2.) Da die CSU ebenfalls die CDU ist, gehört die CDU auch in die Kategorie größerer Mist.

3.) Bleiben also noch: SPD, Grüne, Die Linke und die Piraten.

4.) Die Piraten haben keinen Plan von gar nichts. Die also nicht wählen.

5.) Mit der Linken will keiner koalieren. Stimme wäre zwar nachvollziehbar, aber sinnlos, und verschenkt, da sie nicht in einer Koalition zum Tragen käme.

6.) Bleiben nur noch SPD und Grüne. Da schlage ich vor, eine Münze zu werfen.

So, da ich nun wunderbar subtil und überhaupt nicht offensichtlich eure Wahlentscheidung in die richtige Richtung gelenkt habe, dürfte es ein Einfaches sein, nächsten Sonntag in die Wahlkabine zu schlüpfen, eine Münze zu werfen, und das geringste Übel zu wählen.


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