Essai 18: Über Dinge, die umsonst sind

An der Uni gibt es ein- bis zweimal im Semester Tage, an denen Überraschungstüten mit lauter mehr oder weniger nützlichen Werbegeschenken und Süßigkeiten verteilt werden. Das ist dann immer ein großes Hallo für die geistige Nachwuchselite unseres Landes. Dort lässt sich nämlich das gleiche bemerkenswerte Phänomen beobachten, wie immer, wenn es irgendwo etwas umsonst gibt. Plötzlich mutieren auch die noch so zurückhaltenden Damen zu wilden Furien und die sonst so gemütlichen Herren der Schöpfung kennen kein Halten mehr. Es wird geschubst, geschimpft, getrampelt und geflucht was das Zeug hält, um eine Tüte mit Flyern, Kugelschreibern und Schokoriegeln in die Hände zu kriegen. Man könnte meinen, man befände sich unter Rindviechern während einer Stampede. Aber nein, wir gehören noch immer zu der Kirsche auf der Evolutionstorte, sind immer noch mit unseren Zackenkollegen von der Schöpfungskrone und thronen auf dem Gipfel des Fortschritts. Das bekräftigt wieder einmal meinen Verdacht: Der Mensch ist ein Rindvieh und das Leben ein Kuhfladen.

Sollte sich an dieser Stelle eine Kuh, ein Bulle oder auch ein süßes kleines Kalb ob dieses Vergleiches diskrimiert fühlen, bitte ich vielmals um Entschuldigung.

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