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Essai 11: Über Eichhörnchen

10. Mai 2008

Wer schon einmal ein Eichhörnchen dabei beobachtet hat, wie es munter durch den Garten hüpft, mit seinen Artgenossen Fangen spielt, hektisch eine Nuss vergräbt (um sie hinterher nicht mehr wiederzufinden, so dass plötzlich überall Nussbäume aus dem Boden sprießen) oder eifrig eine soeben erbeutete Nuss verputzt, der wird mir sicher beipflichten, wenn ich ganz dreist behaupte: Eichhörnchen sind so ziemlich das Niedlichste, was Mutter Natur zu bieten hat. Da fragt man sich doch, wie sie das gemacht hat – Mutter Natur – um so etwas Süßes und Putziges zusammenzuschustern.

Und da soll mir keiner weismachen, der Mensch sei die Krone der Schöpfung, gemein, dumm und humorlos wie er ist.

Nein, ich finde Eichhörnchen haben schon eher Anspruch auf diesen Posten, falls überhaupt irgendwas oder irgendjemand darauf Anspruch hat. Und gesetzt den Fall, dass man überhaupt von Schöpfung sprechen kann. Vielleicht sollte man es Krone der Evolution nennen. Und dann ist quasi die ganze Evolution die Krone und sowohl wir, als auch die Eichhörnchen sind Zacken in der Krone, genauso wie alles andere, das zur Evolution gehört.


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